Inhalt - Geschichte

VOM SCHÄTZUNGSAMT ZU AGRIEXPERT

Mit einem Zweier-Team begann am 1. Januar 1914 - und damit vor mehr als 100 Jahren - die Erfolgsgeschichte des Schätzungsamts des Schweizer Bauernverbands. Bereits 1899 wurde die bäuerliche Buchstelle gegründet um bessere Einblicke in die Betriebsverhältnisse zu erhalten.Heute nennt sich dieser Dienstleistungsbereich des Schweizerischen Bauernverbands "Agriexpert" und beschäftigt rund 45 Mitarbeitende.

Meilensteine des Schätzungsamts

 
 
 
 
  • 1914: Das Schätzungsamt des Schweizerischen Bauernverbands nimmt am 1. Januar 1914 seine Arbeit in Brugg auf.
  • 1915: Neben Schätzungen werden auch Wirtschaftsberatungen gemacht.
  • 1919: Im Kanton SH tritt das erste Steuergesetz in Kraft, worin landwirtschaftliche Liegenschaften nach dem amtlichen Ertragswert zu bewerten sind.
  • 1925: Erstmals erscheint die Schrift "Das bäuerliche Erbrecht", herausgegeben durch den Schweizerischen Bauernverband.

 

 

 

 

  • 1953: Ein neues eidgenössisches Schätzungsreglement, welches vom Schätzungsamt bearbeitet wurde, tritt in Kraft.
  • 1957: Es werden neue "Normen der Entschädigungsansätze für das Stellen von Leitungsstangen und Masten auf landwirtschaftlichem Kulturland" herausgegeben.
  • 1963: Eine neue Schätzungsanleitung wird herausgegeben, welche auf den Buchhaltungsergebnissen der Jahre 1940 bis 1960 gründet.
  • 1975 bis 1979: Mitwirkung bei Revision Schätzungsanleitung mit Prüfen einer neuen Schätzungsmethode; Führen des Sekretariates der Schätzungskommission
  • 1981: Das Schätzungsamt heisst neu Abteilung "Grundbesitz und Bewertung".
  • 1982: Im Herbst wird der neue Kommentar "Das bäuerliche Erbrecht des Schweizerischen Zivilgesetzbuchs" (Autoren: Dr. W. Neukomm / Dr. A. Czettler) veröffentlicht.
  • 1985: Mitwirkung bei Revision neue Schätzungsanleitung landwirtschaftlicher Ertragswert
  • 1987: Ein neuer Kommentar zum landwirtschaftlichen Pachtrecht im Verlag des Schweizerischen Bauernsekretariats wird publiziert.

 

  • 1994: Eine Aussenfiliale in Cernier NE wird eröffnet und das Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht tritt in Kraft.

Meilensteine bäuerl. Buchstelle

  • 1899: Der SBV ordnete Probeerhebungen für landw. Enquete an. 2-tägiger Kurs in Brugg über die Durchführung einer einfachen landw. Buchhaltung. Teilnehmer verpflichteten sich, die vorgeschriebenen Bücher, bestehend aus Inventar, Kassa- und Haushaltungsbuch, während eines Jahres zu führen.
  • 1900: Die Buchhaltungen der Teilnehmer wurden kontrolliert und eine Schlussrechnung erstellt. Einblicke in die landw. Betriebsverhältnisse wie man sie bis anhin noch nicht besessen hatte.
  • 1904: Die Zahl der verarbeiteten Buchhaltungen stieg auf 152.
  • 1917: Bereits 318 verarbeitete Buchhaltungen.
  • 1921: Das Interesse der Landwirte stieg und die Zahl der Teilnehmer an Buchhaltungskursen wurde grösser. Einführung neuer Steuergesetze und schärfere Handhabung der bestehenden Steuervorschriften.
  • 1933: 564 Buchhaltungen konnten statistisch verarbeitet werden. Neben dem Stellvertreter des Abteilungsvorstehers wurden durchschnittlich 12 Personen beschäftigt.
  • 1947: Mit Ausnahme der Kleinbetriebe unter 5 ha wurden pro Buchhaltung zwischen Fr. 10.-- und Fr. 30.-- verlangt. Darum wurden einige Buchhaltungen nicht mehr eingeschickt.
  • 1953: Es wurde eine vereinfachte analytische Buchhaltung ausgearbeitet. Die ersten Erfahrungen waren befriedigend.
  • 1959: Umstellung der früheren Handarbeit auf das Lochkarten-System erzielte erfreuliche zeitliche und arbeitstechnische Fortschritte.
  • 1968: Die Tausendergrenze mit dem Eingang von 1012 Abschlüssen wurde erreicht.
  • 1973: Die Buchhaltung wurde für die Absolvierung der Meisterprüfung und von den Landw. Kreditkassen erwünscht. Die zentrale Verarbeitungsstelle des SBV konnte das Bedürfnis nicht mehr abdecken, es wurden dezentral erste Buchstellen gegründet.
  • 1984: Testphase für den PC-Einsatz auf 5 Buchstellen begann.
  • 1985: 40 Betriebe führten eine Vollkostenabrechnung (analytische Buchhaltung) in Verbindung mit dem Globalabschluss.
  • 1992: Als Ergänzung für Steuerzwecke wurde von der Abteilung eine spezielle einfache Buchhaltung mit Handabschluss entwickelt.
  • 1994: Aufzeichnungspflicht zu Steuerzwecken auf den 1.1.1993 weitete die Tätigkeit der bäuerl. Buchstelle massiv aus. Der KMU-Kontenrahmen des Gewerbeverbandes wurde zum KMU-Kontenrahmen Landwirtschaft angepasst. Das kaufmännische Programm der deutschen Software-Firma KHK wurde in die neue Branchenlösung Landwirtschaft AGRO-TWIN umprogrammiert.
  • 1994: Bäuerl. Buchstelle und Schätzungsabteilung wird zu SBV Treuhand und Schätzungen                                                                                                                                                                                                                                              

Bewertung & Recht

  • 1995: Eine weitere Filiale in San Antonio nimmt ihre Arbeit auf.
  • 1995: Mitwirkung bei Revision neue Schätzungsanleitung landwirtschaftlicher Ertragswert
  • 1998: Die Aussenfiliale in Cernier NE und San Antonio TI werden aufgehoben. San Antonio wird durch den Tessiner Bauernverband weitergeführt.
  • 2001: Die Abteilung SBV Treuhand und Schätzungen erhält die ISO-Zertifizierung 9001-2000.
  • 2003: Mitwirkung bei Revision neue Schätzungsanleitung landwirtschaftlicher Ertragswert
  • 2007: Es wird ein Vorabdruck des überarbeiteten Kommentars zum landwirtschaftlichen Pachtrecht herausgegeben.
  • 2011: Es erscheint die 2., Auflage des Kommentars zum Bundesgesetz über das bäuerliche Bodenrecht.

Treuhand

 

 

 

  • 1998: Pilotbetriebe haben mit der neuen Buchhaltungssoftware AGRO-TWIN begonnen.
  • 1999: Die Abteilung feiert ihr 100-jähriges Bestehen.
  • 1999: Es wurde einen Zweitabschluss, der Steuerabschluss, für den grössten Teil der Kunden erstellt. Die neue Übersicht zur Einkommens- und Vermögenssituation stellte eine Neuerung bei der Berechtigung von Direktzahlungen dar.
  • 2001: Ablösung der alten Software SBS/VDV mit AGRO-TWIN und AGRO-TECH hat begonnen. PC-Hof-Buchführung hat zahlenmässig zugenommen.
  • 2001: Die Abteilung SBV Treuhand und Schätzungen erhält die ISO-Zertifizierung 9001-2000.
  • 2013: SBV Treuhand und Schätzungen wird zu Agriexpert                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                                            
  • 2014: Die Abteilung feiert ihr 100-jähriges Bestehen.
  • 2014: Die 2. Auflage des Kommentars zum Bundesgesetz über die landwirtschaftliche Pacht herausgegeben.
  • 2016: Praxiskommentar Landwirtschaft und Scheidung wird publiziert.
  • 2015: Ablösung der Software Agro-Twin mit win.biz hat begonnen.

Leiter Schätzungsamt

  • 1914 - 1917 Dr. Carl Tanner
  • 1917 - 1939 Ernst Aebi
  • 1939 - 1948 Bendicht Ami
  • 1948- 1958 Dr. Willy Neukomm
  • 1958 - 1962 Robert Lutz
  • 1962 - 1972 Herbert Wittwer
  • 1972 - 1983 Hanspeter Späti
  • 1983 - 1991 Dr. Eduard Hofer
  • 1991 - 1996 Christian Reusser

Leiter bäuerl. Buchstelle

  • 1901 - 1908 Karl Wunderlin
  • 1908 - 1929 Fritz Zaugg
  • 1929 - 1935 Dr. Oskar Howald
  • 1936 - 1957 Albert Hüni
  • 1957 - 1969 Dr. Emanuel Dettwiler
  • 1969 - 1992 Dr. Hansjörg Franck
  • 1993 - 2012 Heinz Hess

 

 

Leiter SBV Treuhand und Schätzungen / SBV Agriexpert

Bereich Bewertung & Recht

 

Bereich Treuhand