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Immissionen

"Arbeitet man mit vielen Tieren, man halte den Stall fern von Quartieren."

Ein Landwirtschaftsbetrieb hat Auswirkungen auf die unmittelbare und meist auch auf die weitere Umgebung. Er verursacht Emissionen, die als Immissionen auf die Umgebung wirken. Nachbarn können Einsprache gegen ein Bauvorhaben eines Landwirtschaftsbetriebes machen oder bei der Gemeinde eine Geruchsklage einreichen. In diesem Fall hat die Gemeindebehörde eine Umfrage zu machen und allenfalls Erhebungen über die Immissionen in der Nachbarschaft durchzuführen. Falls diese Handlungsbedarf ergeben, sind gemeinsam Massnahmen zu erarbeiten. 

Weitere Immissionen sind Rauch, Schattenwurf, Blendwirkung oder die Beeinträchtigung der Aussicht.

Um Probleme zu lösen, die sich in Verbindung mit Immissionen ergeben können, erfordern Verhandlungen fundiertes Wissen sowie Kenntnisse der Wirkung verschiedener Massnahmen u.a. in folgenden Fachbereichen:

  • Raumplanung
  • Luftreinhaltung
  • Lärmschutz

 

Die Immissionsproblematik untersteht dem Umweltrecht. Grundsätzlich gilt damit das Verursacherprinzip. Dies bedeutet, dass nicht wer zuerst da war, darf das weiterführen, was bestehend ist (wäre sogenannter Besitzstand), sondern ein Betrieb, der Immissionen verursacht, muss entsprechende Sanierungsmassnahmen treffen.

Um Immissionen in der Nachbarschaft möglichst zu verhindern, sind Einzonungen in Richtung des Betriebes sowie nachbarliche Baugesuche genau zu studieren und im Zweifelsfall Einsprache zu erheben.

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